Munzee ohne mobiles Internet? Jetzt schon!

Seit heute ist eine neue Version der Munzee-App über Google Play erhältlich. Wie hier von Tobit schon beschrieben, hat nun endlich das lange erwartete Offline-Scannen und Offline-Verteilen der Munzees Einzug gehalten. Die Funktion ist dafür gedacht, dass man auch an Orten spielen kann, an denen man kurzfristig keine Internetverbindung hat – beispielsweise im Ausland.

Sicher gibt es aber auch einige Smartphonebesitzer, die gar keine Internet-Flatrate gebucht haben und Munzee dadurch gar nicht getestet haben. Mit der aktuellen App kommen sie leider immer noch nicht wirklich weiter, denn es ist noch nicht möglich, die Beschreibungen der Munzees und ihre Koordinaten vor der Suche zu speichern. An dieser Stelle kann man sich aber mit einer anderen App behelfen. Das Vorgehen ist einfach.

Schritt 1: (einmalig)

Man installiert sich die App Locus aus dem Play Store. Sie ist kostenlos erhältlich. Hat man später Gefallen daran gefunden, gibt es auch eine Pro-Version ohne das kleine Werbebanner. Anschließend installiert man noch eine OSM-Vektorkarte, die man hier beziehen kann. Die Grundvoraussetzungen für eine Orientierung sind damit schonmal gegeben. Jetzt fehlen nur noch die Munzees auf der Karte.

LocusSchritt 2: (vor jeder größeren Tour)

Man besorgt sich die Munzees als GPX-Paket, wie es einige sicher schon vom Geocaching kennen. Eine Anlaufstelle dafür wäre die GPX-Funktion der drawQRzee-Karte im Munzeeclub. Die heruntergeladene Datei für die gewünschte Region enthält dann sogar schon die richtigen Icons für die Munzee-Pins und muss nur noch aufs Handy kopiert werden. Per Kabel, per Mail, per Dropbox, ganz egal. Klickt man die Datei auf dem Handy an, wird man normalerweise gleich gefragt, ob man die Wegpunkte in Locus importieren möchte. Die Beschreibungen der Munzees sind dann direkt in Locus ohne Internetverbindung zu sehen und man kann die QR-Codes über die Karte oder den „Kompass“ ansteuern.

Schritt 3: (an jedem Munzee)

Möchte man vor Ort den Code scannen, so muss man natürlich zur Munzee-App wechseln. Das macht einem Locus aber sehr leicht, denn man kann sich in die rechte Leiste direkt andere Apps legen, die man dann mit einem einzigen Klick direkt aus Locus starten kann (Hauptmenü -> Einstellungen -> Karte – Bedienung & Leisten -> Funktionsleiste einstellen -> App hinzufügen). Das funktioniert in der Praxis wunderbar und geht blitzschnell. Nun wird mit der App „gecaptured“. Ist das erfolgreich, erscheint direkt eine Meldung, dass der entsprechende Munzee in die „Offline Queue„, also die Warteschlange, eingereiht wurde. Man sollte darauf achten, dass das Icon oben rechts grün ist, also der GPS-Empfang in Ordnung ist. Ansonsten könnte man später Pech haben und anstatt der Punkte nur die Meldung bekommen, dass man nicht nah genug am Munzee war. Weiter geht’s zum nächsten Code.

Schritt 4: (nach der Tour, im WLAN)

Ist man von der erfolgreichen Tour wieder daheim und hat WLAN-Empfang, so wählt man in der Munzee-App einfach die Offline Queue und klickt auf „Submit All„. Die Funde werden hochgeladen und der Punktezähler steigt. Apropos Punkte – die kann man dann hier oder hier im Auge behalten.

Ähnlich kann man natürlich auch beim Verteilen neuer Munzees vorgehen. Die App Locus wird an dieser Stelle gar nicht benötigt. IPhone-Nutzer müssen noch ein paar Wochen auf die neue Funktion der Munzee-App warten. Angekündigt wurde das Update aber schon. Das oben beschriebene Vorgehen ist auch für Spieler mit mobilem Internet interessant, denn durch die Offline-Karte und die Munzee-Beschreibungen spart man enorm viel Datenverkehr und auch Strom. Bei mittleren bis größeren Touren verwende ich nur noch Locus.

Was haltet ihr vom Offline-Modus?