Geocaching im Ausland: Hints automatisiert übersetzen

Pfingsten steht vor der Tür und da wollen natürlich auch einige Dosen gesucht werden. Geplant ist eine größere Geocaching-Runde in der Tschechischen Republik. Gerade im Grenzgebiet geben sich die Owner ja oft große Mühe und übersetzen die Beschreibung und auch die Hinweise in die Sprache des Nachbarlands. Da aber verständlicherweise nicht jeder Owner ein Sprachtalent ist, liegen viele Hinweise auch nur in der Fremdsprache vor. Was also tun, um vor Ort dann nicht mit einem unverständlichen Hint zu kämpfen?

Elokheizer und ich machten uns also Gedanken, wie wir die Hinweise einer kompletten PQ (= PocketQuery) am besten übersetzen könnten. Zuerst dachten wir, dass es da doch sicher schon ein Macro fürs GSAK gibt, doch leider blieb unsere Suche erfolglos. Es musste also selbst gebastelt werden. Da ich mich schon häufiger mit der Macro-Programmierung für GSAK beschäftigt hatte, wollte ich sofort loslegen. Ich bemerkte aber schnell, dass es kein kostenloses Übersetzungs-API am Markt zu finden gab. Googles API kann nur noch komplette Webseiten kostenlos übersetzen. Für mich war die Sache also gelaufen. Elokheizer gab zum Glück nicht so schnell auf und meldete sich noch am selben Tag mit einem fertigen Macro, dass mangels API zwar nicht vollautomatisch funktioniert, die Arbeit aber auf ein Minimum reduziert. Es hört auf den Namen „Hint Translation Helper“ und ist, wie bei GSAK üblich, im dortigen Forum zu finden.Macro

Nach der einmaligen Installation ist auch nicht viel zu tun, um loslegen zu können. Beinhaltet die PQ auch Caches des Heimatlands, so ist es sinnvoll, diese mittels eines Filters aus der aktuellen Ansicht zu entfernen. Nun wird das Macro gestartet und mit einem Klick auf „Hint -> Text“ werden die Hinweise der Caches im aktuellen View extrahiert und mit ihrem GC-Code im Textfeld angezeigt. Nach einem Klick ins Textfeld lässt sich mit Strg+A alles markieren, um es kopieren zu können. Man öffnet nun den Übersetzer seiner Wahl (beispielsweise den Google Übersetzer) und fügt den kopierten Text dort ein, um ihn übersetzen zu lassen. Ja, ganz Recht, ohne dieses Macro müsste man das für alle Caches einzeln machen. Das übersetzte Resultat kopiert man dann einfach wieder in das Textfeld des Macros, nachdem man natürlich den anfänglichen Text dort entfernt hat.

Mit einem abschließenden Klick auf „Text -> Hint“ werden die Hinweise dann zurückgeschrieben und man hat die Datenbank fertig für den GPSr. Vor dem Zurückschreiben kann man im Textfeld auch noch manuell Änderungen vornehmen.

Meiner Meinung nach eine praktische Hilfe. Vielen Dank an Elokheizer für die gesparte Zeit!

 

Die resultierenden Hints und vor allem deren Sinnhaftigkeit hängen natürlich nicht vom Macro, sondern vom verwendeten Übersetzer ab. Wink

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4 Comments

  1. Man hätte doch eine PHP Datei erstellen können mit der man dynamisch eine Webseite erzeugt.

    uebersetzte.php?text=cachetextblaFasel

    Indem man diese Adresse nun Google Translate übergibt würde man doch an die Übersetzung gelangen.

    MfG Tobias

  2. An diese Möglichkeit hatte ich auch erst gedacht, aber offensichtlich sind für die PHP-Parameter mit dem GET-Befehl nur 2000 Zeichen erlaubt. Bei einer PQ mit 500 Caches könnte die Anzahl der Zeichen aller Hints die 2000 Zeichen locker überschreiten…
    [url]http://forum.chip.de/php-mysql-etc/php-parameter-url-maximale-laenge-87261.html[/url]
    Funktioniert das Vorhaben vielleicht mit der Bing Translation API?
    [url]http://www.microsoft.com/web/post/using-the-free-bing-translation-apis[/url]

  3. Die Bing API ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, die man noch mit vertretbarem Aufwand nutzen könnte. Jeder Makronutzer müsste sich da eine eigene AppID registrieren. Wenn man es nicht oft benötigt, ist man also auch nicht unbedingt schneller als mit der obigen Variante. Trotzdem vielen Dank für die Info 🙂

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