Munzee.com – einen Versuch ist es wert

„Munzee“ – was ist das denn? Vor einigen Wochen hatte ich diesen Begriff aufgeschnappt. Einigen von euch ging es vielleicht ähnlich. Was dahinter steckt, versuche ich euch im Folgenden zu schildern.

 

MunzeeZwischen einem Munzee und einem Geocache sind sicherlich einige Parallelen zu sehen. Beides wird versteckt und beides soll auch gefunden werden Wink Nur handelt es sich hier nicht um eine mehr oder weniger große Dose, sondern mehr um einen QR-Code. „Aha, aber dann gibts ja gar nichts zu tauschen? Und wie logge ich denn dann? Auf der Rückseite?“ Solche oder ähnliche Fragen kann man sich sicherlich stellen. Die Beantwortung ist aber nicht unbedingt einfach, denn bei Munzee gibt es (noch) kein Regelwerk, das mit dem von Groundspeak zu vergleichen wäre. Geloggt wir gänzlich ohne Papier und Stift, sondern nur noch mit dem Smartphone. An dieser Stelle steigen die ersten sicher schon aus, da sie kein solches besitzen und auch nicht vorhaben etwas daran zu ändern. Hier die schlechte Nachricht: ohne geht es wirklich nicht. Die nötige App steht für Android und auch für Apple-Geräte zur Verfügung.

 

Die Anmeldung über die Website ist natürlich kostenlos und auch schnell erledigt. Das Webportal ist an einigen Stellen sicher noch nicht ganz fertig, sieht aber nicht schlecht aus und ist benutzbar. Ein Munzee in der Umgebung kann über eine Karte gewählt werden und auch das Listing und die weiteren Infos fallen ähnlich aus, wie man es vom Geocaching gewohnt ist. Die Sektion „Hint“ ist in der App schon verfügbar, kann aber über die Website, auf der man ein neues Munzee erstellen kann, noch nicht hinzugefügt werden. An einigen Stellen wird also noch gebaut Wink

Statistikfans kommen bei Munzee voll auf ihre Kosten, denn das Finden und auch das Verstecken der Codes bringt Punkte. 5 Punkte für jeden gefundenen und versteckten Code und weitere 3 Punkte, wenn ein anderer einen selbst versteckten Code findet. Das spornt schon an, oder eben auch nicht. Je nachdem wie der einzelne dazu steht.

Aber die Sache mit den Tauschgegenständen?!“ Naja, eigentlich gibt es die bei Munzee nicht. Aber wer sagt denn, dass ich den Code nicht auf eine Dose kleben darf und die mit Tauschgegenständen fülle? Man muss sich natürlich im klaren sein, dass nicht jeder Munzee-Spieler dann etwas damit anzufangen weiß, weil dieser Part ja eher vom Geocaching kommt. Man sollte wahrscheinlich versuchen, beides nicht zu sehr zu mischen. Persönlich stören mich die fehlenden Trades nicht, da ich eh äußerst selten etwas tausche.

Am Ende bleibt zu sagen, dass dieses Spiel etwas Neues und vor allem etwas Anderes ist, als Geocaching. Klar gibt es da andere Einschränkungen, aber natürlich auch andere Möglichkeiten, die sich eröffnen. Man kann die Codes in Dosen verstecken, als laminierte Karten, als Aufkleber und sicher fallen dem ein oder anderen da noch ganz andere Möglichkeiten ein. Ein Aufkleber lässt sich eben auch an ganz anderen Orten verstecken als eine Dose. Ich persönlich habe diesem neuen Spiel eine Chance gegeben und mal 5 Munzees in Chemnitz untergebracht. Mal sehen, wann der erste davon gefunden wird. Sachsens Erster, in Freiberg, wartet schon seit August darauf und auch dieser Code wurde noch nicht gefunden. Anders sieht es da beispielsweise in Leipzig aus. Dort sind schon mehr Spieler versammelt.

Über Kommentare von euch würde ich mich bei diesem Thema natürlich freuen!