E-Mail via Google Apps

Wer Mail-Adressen seiner eigenen Domain nutzen möchte, kommt um die Konfiguration eines Mailservers eigentlich nicht herum. Aber eben nur ‚eigentlich‘ 😉

Da ich gegenüber den Diensten des Internet-Riesen sehr aufgeschlossen bin, habe ich mir mal die Möglichkeiten von GoogleApps genauer angeschaut und siehe da, Gmail funktioniert auch mit einer eigenen Domain. Das ganze ist natürlich kostenlos, denn ansonsten wäre es für mich nicht in Frage gekommen. Die Installation und Konfiguration eines Mailservers ist ja keine Hexerei, aber da der Informatiker ja grundsätzlich faul ist, bin ich nicht traurig, dass es auch anders geht.

Bevor man sich zu sehr in den Gedanken verliebt, sollte man sich erinnern (oder nachsehen 😉 ob man Zugriff auf die DNS-Records – genauer: MX-Records – zu seiner Domain hat, denn diese müssen geändert werden. Ich komme später noch darauf zurück. Danach steht die Anmeldung seiner Domain bei GApps an. Wer den Service kostenlos nutzen möchte, wählt einfach die Standardedition. In dieser Variante hat man die Möglichkeit 50 Nutzer anzumelden, um GMail, GCalendar und GDocs zu nutzen. Das sollte für den privaten Gebrauch mehr als ausreichend sein.

Damit eingehende Mails jetzt auch zu Google weitergeleitet werden, müssen noch die oben angesprochenen DNS-Records überarbeitet werden. Welche Records erstellt werden müssen, ist hier nachzulesen. Nun ist alles getan, um mit seinen persönlichen Mail-Adressen in den Genuss von Googles Spamfilter, Labels usw. zu kommen.

Das Ganze funktioniert bei mir wunderbar und spart viel Zeit und Nerven 😉 Falls jemand andere Erfahrungen gemacht hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen. Zum Schluss sei noch gesagt, dass der Weg zurück zum eigenen Mailserver natürlich immer offen steht; man muss nur die DNS-Records wieder ändern.

UPDATE vom 07.12.12:

Wie ich hier gerade lesen musste, hat Google die kostenlose Version eingestellt und akzeptiert damit keine neuen Anmeldungen mehr. Sehr schade, denn die kostenpflichtige Variante liegt bei 40€ pro User und Jahr. Für die Bestandsnutzer bleibt zum Glück alles beim Alten.

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